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"Wer glaubt etwas zu sein, hat aufgehört etwas zu werden" (Sokrates)
 
Wolfgang Schur - Professionelles Coaching in München
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Die Hürden vor einem Coaching

Coaching ist mittlerweile als Instrument der Personalentwicklung und als Weg zur Bewältigung von Problemen und Krisen weithin anerkannt. Warum nehmen dann nicht viel mehr Menschen Coaching für sich in Anspruch?

Wenn die Firma das Coaching nicht zahlt, spielen sicher finanzielle Aspekte eine Rolle. Immer noch grassierende Vorurteile zum Thema mögen auch ein Hemmnis sein. Viel wichtiger sind aber zwei Hürden, die vor jedem Coaching stehen:

1) Verantwortung übernehmen

Damit ist nicht gemeint, dass Sie jedes Problem, das Sie im Umfeld erkennen, auf Ihre eigenen Schultern laden sollen. Vielmehr geht es darum, zu erkennen, dass man selbst zur Lösung eigener Krisen und zur Lösung von Problemen im beruflichen und privaten Umfeld beitragen kann.

Oft wird einer gern zitierten "schwierigen allgemeinen Lage" die Schuld gegeben - oder anderen Menschen. Da verstehen einen eben die Kollegen nicht, der Chef ist ungerecht oder die Mitarbeiter sind zu unselbstständig.

Selbst wenn daran oft ein Funken Wahrheit ist: Diese Aussagen bringen Sie selbst nicht weiter. Wer hat schon die Macht, die Kollegen, den Chef, die Mitarbeiter oder die "schwierige allgemeine Lage" zu ändern?

Ändern kann man vor allem sich selbst - oder besser: eigene Verhaltensweisen, die eine Lösung blockieren. Vielleicht lehnt der ungerechte Chef Ihre Vorschläge nur immer ab, weil er sie nicht richtig versteht? Anstatt ihm das vorzuwerfen, können Sie versuchen, besser auf seinen Kommunikationsstil einzugehen. Ihre Mitarbeiter sind unselbstständig? Stellen Sie sich die Frage, ob Sie die Mitarbeiter durch Ihr Verhalten nicht sogar zur Unselbstständigkeit anhalten! Und fragen Sie sich, wie Sie den Zustand durch kleine Änderungen in Ihrem Verhalten verbessern können.

Wenn Mitarbeitern Coaching empfohlen wird, ist dieses "Verantwortung übernehmen" oft eines der Ergebnisse des Coachings selbst. Wenn sich aber jemand dafür entscheidet, selbst Coaching zu nehmen und zu finanzieren, muss diese Erkenntnis zumindest ansatzweise im Vorfeld gewonnen werden - noch vor dem Coaching. Denken Sie darüber nach!

2) Den richtigen Coach finden

Über dieses Thema gibt es Literatur, Artikel und Empfehlungen in einer überwältigenden Fülle. Grundsätzlich lassen sich all die Tipps auf drei Kernpunkte zurückführen:

  • Machbarkeit
  • Qualifikation
  • Vertrauen und Sympathie

Machbarkeit heißt, dass der Stundensatz des Coaches die finanziellen Möglichkeiten nicht sprengt und dass der Coach räumlich erreichbar ist.

Ob die Qualifikation eines Coaches zu Ihnen passt, hängt von Ihren spezifischen Anforderungen ab. Oft ist es sehr hilfreich, wenn der Coach selbst Berufserfahrung mitbringt, die für Ihre Situation relevant ist. So akzeptieren zum Beispiel viele Führungskräfte nur einen Coach, der selbst schon im Management tätig war. Generell sollte der Coach aber eine solide Coaching-Ausbildung mitbringen, wie sie zum Beispiel vom Deutschen Bundesverband Coaching e.V. (www.dbvc.de) definiert ist.

Gegenseitiges Vertrauen und Sympathie zwischen Klient und Coach sind absolute Voraussetzungen für den Erfolg. Beim Coaching sitzen Klient und Coach gleichberechtigt zusammen - der Coach unterstützt den Klienten beim Finden von Lösungswegen. Eine solche Arbeitsatmosphäre funktioniert nur, wenn die "Chemie" zwischen Coach und Coachee stimmt.

Diese beiden Hürden zu meistern klingt anstrengend und nach sehr viel Arbeit. Oft stellen Sie aber dabei fest, dass Sie bereits mitten im Prozess der Lösungsfindung sind. Die Gedanken, die Sie sich dabei machen und all die Suchprozesse, die dabei unbewusst für Sie arbeiten, bringen Sie meist schon einen ersten Schritt weiter. Es lohnt sich also.